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Metallfreier Zahnersatz

Metallfreier Zahnersatz

Zahnersatzmaterialien eines metallfreien Zahnersatzes müssen einiges aushalten: Ständig sind sie in feuchter Umgebung wechselnden Bedingungen wie heiß und kalt, sauer und basisch usw. ausgesetzt. Darüber hinaus müssen sie enormen mechanischen Belastungen standhalten – erreicht doch der Druck beim Kauen bis zu 20-30 kg pro cm2.

Metalle in der Zahnheilkunde

In der Zahnheilkunde ist man stets auf der Suche nach einem Material, das diesen extremen Bedingungen standhält. Es werden immer neue Mischungen (Legierungen) von Metallen ausprobiert. Allein für Europa listet eine etablierte Metalldatenbank rund 5400 Legierungen. Diese Zahnmetalle enthalten verschiedene Anteile von Edelmetallen wie Gold, Silber, Platin und Palladium, sowie Titan, Mangan, Beryllium, Eisen, Kupfer, Nickel und Chrom. Amalgam, das in unserer ganzheitlichen Zahnarztpraxis schon lange nicht mehr verwendet wird, besteht neben großen Mengen Quecksilber vor allem aus Silber, Zinn, Kupfer und Zink.

Probleme durch Metalle im Mund

Die durch Metalle im Mund verursachten Probleme und Risiken sind vielfältig:

  • Schon kleine Mengen der Zahnmetalle können zu Allergien und Unverträglichkeiten führen. Das gilt auch für Gold!
  • Metalle im Mund schwächen unsere Abwehr und können Autoimmunerkrankungen auslösen. Daher sollten z.B. Rheuma-Patienten kein Gold für Kronen, Inlays usw. wählen.
  • Abhängig von der Dosis wirken Metalle im Mund über verschiedene Reaktionen als Gifte. Bekanntestes Beispiel ist das hochgiftige Quecksilber aus Amalgamfüllungen.
  • Durch Kombination mit anderen Stoffen kann sich die Giftigkeit von Metallen drastisch erhöhen. Dies gilt z.B. für die Kombination von Quecksilber und Blei.
  • Im feuchten Milieu korrodieren („rosten“) Metalllegierungen besonders leicht. Dadurch halten sie kürzer und setzen permanent geringe Mengen Metall frei. Diese gelangen über Mundschleimhaut, Speichel und im Fall von Quecksilber zusätzlich über die Atemluft in unseren gesamten Organismus.
  • Sind verschiedene Metalllegierungen im Mund vorhanden, wie z.B. Gold- und Amalgamfüllungen, können sich dazwischen elektrische Ströme bilden, die durch Messungen nachgewiesen werden können. Das gilt vor allem, wenn Füllungen benachbarter oder gegenüberliegender Zähne verschiedene Metalle enthalten und z.B. beim Kauen oder Zähneknirschen in Kontakt treten.
  • Metalle im Mund, wie Goldkronen oder Titanimplantate, können als Antennen wirken und elektromagnetische Felder verstärken. Besonders kritisch ist dies bei Kronen und Implantaten im oberen Backenzahnbereich, die sich in unmittelbarer Nähe von Hirnnerven und nahe am Gehirn befinden.
  • Metalle sind nicht zahnfarben und daher – sofern nicht zusätzlich eine Verblendung erfolgt – leicht zu erkennen und unattraktiv.

Unabhängig von Metallen im Mund ausgehenden gesundheitlichen Risiken empfinden viele unserer Patienten Metalle im Mund einfach als unangenehm. Diese Erfahrung musste ich schon selbst mit einer Goldkrone machen, die ich wegen des unangenehmen Gefühls schließlich gegen einen metallfreien Zahnersatz austauschen ließ. Ähnliches hören wir immer wieder von unseren Patienten, die z.B. Titan- durch Keramikimplantate ersetzt haben wollen.

Aus all diesen und den nachstehend beschriebenen Gründen verzichten wir in unserer Praxis für ganzheitliche Zahnmedizin inzwischen vollständig auf Metalle als Zahnersatzmaterial. Das gilt nicht nur für das hochgiftige Amalgam, sondern auch für Gold, Titan und andere Metalle!

Metallunverträglichkeit kennt viele Quellen

Metallunverträglichkeit ist keine Seltenheit. Immer wenn Metalle in Kontakt mit Zähnen und Körper sind, können sie zu Sensibilisierungen und langfristig zu Entzündungen und Abwehrschwäche führen. Daher achten wir in unserer ganzheitlichen Zahnarztpraxis nicht nur auf Zahnmetalle, sondern auch auf alle anderen Metalle, mit dem unsere Patienten Kontakt haben:

  • metallhaltigen Schmuck wie z.B. Piercings
  • metallhaltige Knöpfen und Schnallen
  • Schrauben, Klammern, Stents in der Gefäß- oder Unfallchirurgie usw., die nach einer Operation im Körper verblieben sind
  • privater oder beruflicher Umgang mit Metallen.

All diese Faktoren können zu einer Metallunverträglichkeit führen und müssen entsprechend bei einer Zahnbehandlung berücksichtigt werden.

Höchst umstritten: Amalgam

Obwohl Amalgam zutiefst umstritten ist, gehen die gesetzlichen Krankenkassen bei der Erstattung von Füllungen nach wie vor von der Amalgamfüllung als Standard aus. Dabei reichert sich das unvermeidlich aus Amalgamfüllungen freigesetzte Quecksilber in unserem Körper an, wird nur langsam ausgeschieden, kann Allergien auslösen und wird zu extrem giftigen Folgeprodukten verarbeitet. Quecksilber setzt vor allem unserem Nervensystem zu, indem es z.B. in unser Gehirn eindringt und dort Nerven blockiert. (Ein Video der Universität Calgary auf der Internetseite des Heilpraktikers Peter Kern zeigt Ihnen, wie Quecksilber die Gehirnnervenzellen zerstört.) Weitere mögliche Folgen einer Quecksilberbelastung sind:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Fehlgeburten
  • Angstzustände
  • Gedächtnisschwäche
  • Antriebslosigkeit, Autismus und Depression
  • Müdigkeit, Reizbarkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall u.a. Verdauungsprobleme
  • rheumatische Erkrankungen, Arthritis, Muskelschwäche und Gliederschmerzen
  • Nierenschwäche.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es für Quecksilber keine sichere Untergrenze, unterhalb derer es unschädlich ist. Nicht ohne Grund muss in Zahnarztpraxen entferntes Amalgam schon seit Jahren als Sondermüll entsorgt werden. Daher verzichtet die ganzheitliche Zahnmedizin in der Regel völlig auf Amalgam. Das gilt auch für mich. Schon nach 2-3 Jahren zahnärztlicher Tätigkeit mit Amalgam stand für mich fest: "Amalgam ist keine Lösung!". Immer wieder kommen Patienten mit Amalgamfüllungen in unsere Praxis, die unter diffusen Beschwerden leiden. Selbst wenn keine Komplettsanierung erfolgt, sondern nur einzelne Amalgamfüllungen gegen einen metallfreien Zahnersatz ausgetauscht werden, können wir immer wieder eine Besserung bei unseren Patienten beobachten. Das zeigt uns immer wieder, dass wir mit dem Verzicht auf Amalgam in unserer ganzheitlichen Zahnarztpraxis auf dem richtigen Weg sind.

Sorgfältige Amalgamentfernung 

Während der Amalgamentfernung halten wir die Quecksilberbelastung für unsere Patienten möglichst gering. Dies erreichen wir u.a., indem wir

  • eine Nasenmaske für reinen Sauerstoff verwenden
  • einen Clean-up-Sauger einsetzen
  • den zu behandelnden Zahn stets mit einer speziellen Folie (Kofferdam) gegenüber dem Mundraum abgrenzen
  • einen niedrigtourenden Bohrer, um möglich wenig giftige Amalgamdämpfe zu produzieren.

So sind Sie so gut wie möglich gegen giftiges Quecksilber geschützt.
Potentiell Schwangere sollten die Amalgamentfernung und Sanierung besser vor einer gewünschten Schwangerschaft durchführen lassen, da der Fötus besonders viele Schwermetalle aufnimmt und damit das Kind bei der Geburt schon sehr stark belastet ist.
Nach der Amalgamentfernung, bei der wir alle Amalgamfüllungen - auch die versteckten Füllungen unter Kronen und Brücken - entfernen, empfehlen wir unseren Patienten eine Amalgamausleitung in unserer Naturheilpraxis.

Gold als Alternative?

Metallfreier Zahnersatz
Goldzahn

Abgesehen davon, dass reines Gold viel zu weich als Füllmaterial wäre und daher stets als Legierung mit anderen Metallen verwendet werden muss, hat auch Gold seine Tücken. Dass das edle Metall besonders gut verträglich ist, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Hinter Nickel und einigen anderen Metallen rangiert Gold weit vor Silber, Titan und Platin unter den problematischen Metallen, die besonders häufig zu Allergien und Unverträglichkeiten führen. Gerade Rheumapatienten sollten Gold wegen seiner möglichen Wirkung auf das Immunsystem unbedingt meiden.

Symptome einer Metallunverträglichkeit

Viele Beschwerden können auf eine Metallunverträglichkeit hinweisen. Beispiele hierfür können sein:

  • Veränderungen der Mundschleimhaut wie Rötungen, Schwellungen, Entzündungen
  • Metallgeschmack im Mund
  • örtlich begrenzte oder den ganzen Organismus betreffende Entzündungen
  • Hautprobleme (Ekzeme) an den Lippen
  • Halsbeschwerden
  • Allergien
  • Müdigkeit, Mattigkeit, Abgeschlagenheit
  • Glieder-/Muskel-/Kopf-/Gelenkschmerzen
  • Abwehrschwäche.

Um zu klären, ob diese oder ähnliche Beschwerden auf einer Metallunverträglichkeit beruhen, bieten wir in unserer Praxis einen Test auf Materialverträglichkeit mit dem Biotensor oder Bioresonanz an. Bei Bedarf können wir eine Metallunverträglichkeit auch anhand einer Blutprobe im Labor abklären lassen. Wegen der vielfältigen Risiken empfehlen wir unseren Patienten jedoch generell, einen metallfreien Zahnersatz zu wählen.

Leicht entzündliche Reaktion auf Titanimplantat
Metallunverträglichkeit Titanimplantat
Materialunverträglichkeiten
Materialunvertraeglichkeit

Die Alternative: Metallfreier Zahnersatz

Da sich insbesondere die ganzheitliche Zahnmedizin der Risiken von Metallen im Mund bewusst ist, sucht man schon lange nach einem metallfreien Zahnersatz. Zur Verfügung stehen heute Zement, Kunststoff und Keramik. Da sich Zement wegen seiner geringen Haltbarkeit nur als Übergangslösung für eine metallfreien Lösung eignet, kommen langfristig nur Kunststoff und Keramik als metallfreier Zahnersatz in Frage.

Metallfreier Zahnersatz aus Kunststoff

Kunststoffe als metallfreier Zahnersatz bieten folgende Vorteile:

  • Die für den metallfreien Zahnersatz verwendeten Kunststoffe sind zahnfarben und ermöglichen eine optisch ansprechende Versorgung.
  • Kunststoffe sind gut zu verarbeiten.
  • Kunststofffüllungen können binnen einer Sitzung eingesetzt werden.
  • Eine Kunststoffversorgung ist günstiger als Gold, Titan oder ein metallfreier Zahnersatz aus Keramik.

Leider haben Kunststoffe auch erhebliche Nachteile:

  • Kunststofffüllungen sind in der Regel deutlich weniger stabil als Amalgamfüllungen oder Inlays aus Keramik- oder Gold. Meist müssen sie nach wenigen Jahren ausgetauscht werden, wobei stets auch etwas von der noch intakten Zahnsubstanz verloren geht und bei tieferen Füllungen der Zahnnerv geschädigt werden kann.
  • Kunststoffe enthalten einen Mix aus zahlreichen Stoffen, die z.T. leicht löslich und gesundheitlich bedenklich sind. Alle Bestandteile von Kunststoffen und Bondern sind möglicherweise giftig, wobei die gesundheitliche Wirkung dieser Chemiegemische keineswegs ausreichend untersucht ist. Fest steht nur, dass Kunststoffe und Bonder leicht zu Allergien führen können. Formaldehyd, das ebenfalls in zahnärztlichen Kunststoffen vorkommt, ist hochgiftig, krebserregend und allergen. Deshalb prüfen wir neue Zahnmaterialien sorgfältig auf ihre individuelle Verträglichkeit.

Um eine möglichst gute Verträglichkeit zu gewährleisten, verwenden wir Kunststoffmaterialien von Saremco. Diese sind frei von einigen Stoffen, die im Verdacht stehen, Allergien auszulösen (u.a. TEGMA; HEMA, EGDMA). Gerade bei empfindlichen Patienten ist dies ein echter Vorteil. Dennoch bleibt Keramik aus unserer Sicht meist die beste Wahl und kommt entsprechend bei den meisten unserer Patienten zum Einsatz.

Metallfreier Zahnersatz aus Keramik

Metallfreier Zahnersatz aus Keramik
Keramik
  • Metallfreier Zahnersatz aus Keramik ist ungiftig und sehr gut verträglich.
  • Wer metallfreien Zahnersatz aus Keramik trägt, muss keine Sensibilisierung des Immunsystems befürchten.
  • Dank des computergestützten Cerec-Verfahrens ist eine vollkeramische Versorgung binnen eines Tages möglich.
  • Eine vollkeramische Versorgung erfüllt höchste Erwartungen an die Zahnästhetik.

Da Keramik ganz im Sinne der ganzheitlichen Zahnmedizin das bestverträgliche Material ist und einen gleichermaßen stabilen und attraktiven Zahnersatz ermöglicht, empfehlen wir den meisten unserer Patienten Keramikimplantate und andere keramische Versorgungen als metallfreien Zahnersatz. Die Zufriedenheit unserer Patienten mit einer keramischen Versorgung bestätigt uns immer wieder darin, dass Keramik nach heutigem Wissenstand die beste Wahl ist.

Sie wollen mehr darüber wissen? Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie per Telefon unter 05155-7687 oder per E-Mail an mail@no_Spam.heissmeyer.info einen Termin mit uns!

Dirk heissmeyer

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Dirk Heißmeyer
ganzheitliche Zahnmedizin
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31860 Emmerthal

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